How to make personal DIY-patches [for dummies]

Kategorie: DIY-Corner
Veröffentlichungsdatum
Geschrieben von smashy
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Du brauchst:

- zwei dir gehorchende Hände

- einen PC + Drucker, ggf. Internet

- Freezer Paper

- Bastelmesser, Unterlage, Schere

- Stoffreste

- ein Bügeleisen

- einen Pinsel

- Stoffmalfarbe (z.B. von Javana: für dunkle Stoffe Opak-Farben, für helle Stoffe Sunny-Farben)

Und schon kann's losgehen:

Schritt 1: PC-Arbeiten

Hier ist bereits Eigeninitiative gefragt: Die gewünschten Motive finden sich meist im Internet und sollten für den Anfang bevorzugt Stencil-Eigenschaften (möglichst wenig bis kein Innenleben) haben. Außerdem wäre es von Vorteil, wenn sie dir gefallen.

Mit einem Klick auf die rechte Maustaste schwebend über dem Bild öffnet sich ein Drop-Down-Menü, in dem „Speichern unter…“ ausgewählt und das Bild somit am Ort deiner Wahl abgelegt wird. Im besten Fall hast du vorher schon einen „Neuen Ordner“ für diesen Zweck angelegt (hierfür siehe Anleitung in der Windows-Knowledge-Database).

Nun müssen die Bilder möglichst platzsparend im Schreibprogramm deiner Wahl angeordnet werden (siehe Bild 1).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


  Bild 1: Auf diesem formschönen Laptop siehst du eine mögliche Anordnung.

 

Schritt 2: Drucken (alias: PC-Arbeiten 2)

Um den gewünschten Erfolg zu erzielen und dabei möglichst wenig des kostbaren Rohstoffs „Freezer Paper“ (leicht, aber leider recht teuer im Internet bestellbar) zu verschwenden, werden zunächst passende Zuschnitte desselben gefertigt. Im einfachsten Falle ist dies das DIN-A4-Format, kann aber durchaus bei größeren Vorhaben auch länger, aber nicht breiter gehalten werden. Dafür müssen aber dem Druckertreiber zusätzliche Parameter hinzugefügt werden (Maße des zu bedruckenden Papieres); Dies ist für einmalige Drucke auch im Druckdialog des Schreibprogrammes möglich.

Zuschnitte können frei nach Gusto mit der beliebten „Ich-lege-ein-DIN-A4-Blatt-auf-das-Freezer-Paper-und-schneide-drumrum“-Variante oder aber der langweiligen, altbewährten „Ich-messe-ein-A4-Blatt-aus,-stelle-fest-dass-es-210mm-breit-und-297mm-hoch-ist,-und-zeichne-die-Maße-auf-das-Freezer-Paper“-Version hergestellt werden.

Im nächsten Arbeitsgang muss der Drucker angeschlossen bzw. angeschaltet werden. Das zugeschnittene Freezer Paper wird mehrmals entgegen der durch die industriellen Abpackung entstandenen Rollung gerollt oder über eine scharfe Kante gezogen, sodass das Freezer Paper möglichst knitterfrei dem Papierschlund des Druckers überantwortet werden kann. Der Druckvorgang ist bereits gestartet? Dann aber hurtig zum Drucker: Freezer Paper beim Einzug gerade halten (siehe Bild 2)!

Bild02

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


  Bild 2: Fast richtig! Bitte die rechte Hand auch benutzen!

 

Schritt 3: Druckergebnis prüfen (alias PC-Arbeiten 3)

Sollte wider Erwarten das Freezer Paper gerade durch den Drucker gelangt sein und am Ende nicht als Papierbrei ausgekotzt werden, ist dies der angenehmste und simpelste Schritt im gesamten Vorhaben. Mit unseren gottgegebenen Augen wird das Resultat der ersten beiden Schritte begutachtet (siehe Bild 3).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


  Bild 3: Der kleine Mann hier im Bild freut sich über den großen Druckerfolg.

 

Schritt 4: Zuschnitte zuschneiden (alias die gute alte Handarbeit 1)
Mit einer möglichst scharfen Schere musst du nun die einzelnen Motive in mundgerechte Stücke auseinander schneiden, um für die folgenden Schritte gewappnet zu sein (siehe Bild 4).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


  Bild 4: Macht Spaß und hält fit: Die Finger in einer Schere hin- und herbewegen!

 

Schritt 5: Utensilien bereitlegen

Nun leg dir die erforderlichen Werkzeuge bereit. Benötigt werden unter Anderem eine feste Unterlage, die aufgeschlitzt werden kann, ein möglichst scharfes Bastelmesser, das auszuschneidende Motiv, ggf. eine Pinzette (zum Aufnehmen sehr kleiner Schnipsel [auf Video]) und eine Menge Geduld.

So in etwa sollte der Arbeitsplatz aussehen (Farben variieren):

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 
  Bild 5: „Auf diesen Steinen können Sie bauen.“

Schritt 6: Auscuttern (alias die gute alte Handarbeit 2)

Wie die benötigten Utensilien bereits verraten haben, wird es jetzt ernst. Nimm das Bastelmesser in die bevorzugte Hand und führe es mit leichtem Druck an den Außenrändern des Druckmotives entlang. Die andere Hand hält dabei das Papier fest. Bei ausreichendem Druck und einer sauberen Arbeitsweise bis in die hinterste Ecke lösen sich die auszuschneidenden Schnipsel wie von selbst heraus. Andernfalls muss in den Ecken/Spitzen nochmal nachgebohrt/nachgearbeitet werden.

Solltest du Buchstaben mit Innenleben vorfinden (zum Beispiel das beliebte „B“ oder auch das freche „Ö“), schneide dringendst das Innenleben zuerst aus und lege es an einen sicheren Ort, um es später wiederfinden zu können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


  Bild 6: Manchmal ändert sich abrupt das Aussehen der Arbeitsfläche. Lass dich davon nicht beirren und walte deines Amtes!

 

Schritt 7: Stoff zurecht schneiden (alias die gute alte Handarbeit 3)

Nimm nun den Stoff deiner Wahl (Tipp: Bevorzugt feinen Jeansstoff) und schneide ihn wie von Geistern verlassen mit einer möglichst scharfen Schere auf die benötigte Größe des Aufnähers (Singular!)/der Aufnäher (Plural!) zurecht. Selbstverständlich muss das ausgeschnittene Druckmotiv immer noch auf den Stoff passen (siehe Bild 7).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  Bild 7: Schere schlägt Stoff!

 

Schritt 8: Motive auf den Stoff auflegen

Verteile die ausgeschnittenen Motive auf den ausgeschnittenen Stoff (siehe Bild 8).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  Bild 8: Wie du sehen kannst, wurde hier leicht improvisiert und Schritt 7 nur teilweise ausgeführt. Trotzdem wäre auch diese Vorbereitung zulässig.

 

Schritt 9: Motive aufbügeln (alias die gute alte Duweißtschon…)

Kittelschürze um, Kopftuch über und ran an das Bügeleisen! Im besten Falle ist das Bügeleisen in diesem Schritt heiß (und mit heiß meinen die Verfasser so heiß wie ein Kaffee von McDonald’s).

Gebügelt wird von oben herab, wie ein Tyrannosaurus Rex, der einen Fußabdruck hinterlassen will. Das Bügeleisen sollte also immer ein paar Sekunden auf dem Motiv gehalten und dabei nur marginal hin und her bewegt werden. Dies wird nacheinander so lange wiederholt, bis die komplette Fläche des Motivs Kontakt mit dem Bügeleisen hatte und das Freezer Paper somit eine Symbiose mit dem Stoff eingegangen ist.

Bei einem Buchstaben oder einem Motiv mit Innenleben entscheide man selbst: Ist das Innenleben groß genug, um es an die richtige Stelle aufbügeln zu können, ohne das es vom Bügeleisen ständig andernorts verschoben wird, oder ist es zu klein, um es bügeln zu können? Im zweiten Falle lege man es wieder an den sicheren Ort zurück (siehe Bild 9).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


  Bild 9: Der letzte Schrei beim Bügeln: Graue Leggins!

 

Schritt 10: Sauberen Malarbeitsplatz schaffen

Hier erfolgt etwa das Gleiche wie bei Schritt 5, nur mit anderen Hilfsmitteln. Da es nun ans Malen geht, werden hierbei natürlich möglichst nicht haarende Pinsel, sowie Farbe in den bevorzugten Nuancen benötigt (hier verwendet: Opak Stoffmalfarbe der Marke Javana). Ebenso ist auch hier wieder eine feste Unterlage von Vorteil (siehe Bild 10).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


  Bild 10: Ob grob, ob fein: Bei schwarz muss es Opak-Farbe sein!

 

Schritt 11: Farbauftrag (alias die gute…)

Schritt 11.1: Erster Farbauftrag

Für diesen Schritt wird der Pinsel leicht ins Farbtöpfchen eingeführt, um daraufhin in schwungvollen Bewegungen die beim Eintauchen am Pinsel verbliebene Farbe auf den Stoff zu überführen. Gestrichen wird dabei im besten Falle vom Rand der Schablone nach innen, damit keine Farbe unter das Freezer Paper kriechen kann. Es sollte nicht zu viel Farbe verwendet werden, da diese beim ersten Farbauftrag sowieso nicht komplett decken wird.

Gelangt man erneut an einen Buchstaben oder ein Motiv mit Innenleben, erinnere man sich bitte an das zuvor beiseite gelegte Schnipselchen. Kram es hervor und entscheide wieder eigenständig: Ist es groß genug, um es mit einem Pritt-Stift festkleben zu können, so tue dies, bevor du den Farbauftrag an diesem Buchstaben oder Motiv vornimmst. Ist es zu klein für diese Vorgehensweise, musst du den Buchstaben wohl oder übel per Hand und mit künstlerischem Talent aufpinseln.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


  Bild 11: Hier kannst du den ersten Farbauftrag erahnen.

 

Schritt 11.2: Zweiter Farbauftrag

Wenn der erste Farbauftrag ansatzweise trocken aussieht, wiederhole Schritt 11.1 und bestaune das plötzliche Deckungsvermögen der Farbe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


  Bild 12: „Farblein, deck dich!“

 

Schritt 11.3: Dritter Farbauftrag

Wiederhole nun die Wiederholung von Schritt 11.1, damit die Farbe endgültig deckt. Du entscheidest an dieser Stelle erneut selbst, ob ein weiterer Farbauftrag nötig wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



  Bild 13: „Eine geht noch, eine geht noch drauf!“ – Spare nicht an falscher Stelle, vor allem nicht an Geduld.

 

Schritt 12: Trocknen lassen

Lass die Farbe bitte komplett durchtrocknen, bevor du zum nächsten Schritt übergehst. Beachte an dieser Stelle die Gebrauchsanweisung deiner Farbe: Bevor du den Aufnäher mit Wasser in Berührung kommen lässt, muss die Farbe entweder 3 Tage lufttrocknen oder nach dem Abziehen des Freezer Papers eingebügelt werden. Einbügeln heißt, den Aufnäher entweder rückwärtig zu bügeln (die Seite wo nichts ist), oder mit Hilfe von Backpapier zu überbügeln (Backpapier zwischen Stoff und Bügeleisen auflegen).

 

Schritt 13: Freezer Paper vorsichtig abziehen (alias… jetzt reicht‘s aber mal!)

Ist Schritt 12 erfolgt, kann das Freezer Paper vorsichtig (!!!) entfernt werden. Bei einem ordnungsgemäßen Abzug kann der Stencil sogar jederzeit erneut aufgebügelt und bemalt werden (Yay!).

Hierbei wird viel Geduld benötigt, da sich das Freezer Paper an manchen Stellen kaum vom Stoff lösen will: Trotz allem weiter vorsichtig vorgehen, es wird aufgeben! Bleib standhaft!

Solltest du Schritt 7 übersprungen haben und stattdessen wie auf Bild 8 vorgegangen sein, müssen die Aufnäher nach dem Abziehen des Freezer Paper noch zurecht geschnitten werden. Wenn wider Erwarten doch Farbe unter das Freezer Paper gelangt ist, schnappe dir einen Edding in der Farbe des Stoffes und säubere die Ränder nach, indem du vorsichtig die überschüssige Farbe übermalst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


  Bild 14: Momente der Spannung…

 

Schritt 14: :)

Freu dich an dieser Stelle über das Ergebnis. Springe hierzu auf einem Bein, streichel dir mit der rechten Hand kreisförmig über den Bauch und schlage dir mit der linken Hand auf den Kopf.


  Bild 15: So könnte das Ergebnis aussehen.